Kupferrohr – preisgünstig und vielfältig
Bei Kupfer handelt es sich um ein relativ weiches Metall, das sehr gut verformt werden kann und sich in der praktischen Anwendung als zäh erweist. Das Metall mit einer Dichte von 8,92 g/cm³ weist ein E-Modul von 100 bis 130 GPa auf und eignet sich unter anderem als Wärme- und Stromleiter. Seit den siebziger Jahren sind Kupferrohre insbesondere auf dem Markt für Haustechnik sehr gefragt. In Heizungs- und Trinkwasseranlagen stellt der preisgünstige und vielfältig einsetzbare Werkstoff eine gute Alternative zu Kunststoff-und Edelstahlrohren dar. Bei Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Sicherheit und bei Anlagen mit hoher Temperaturbeanspruchung sind Kupferrohre zu bevorzugen.
Kupferrohre können sehr gut verarbeitet werden, haben eine lange Haltbarkeit und sind gesundheitlich unbedenklich. Aus diesem Grund werden Rohre aus Kupfer von vielen Fachfirmen bei unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt. Die Vogel-Gruppe hat sich darauf spezialisiert, Rohre unterschiedlicher Werkstoffe ohne Schweißnähte zu biegen und zu verbinden. Langjährige Erfahrung und innovative Techniken gewährleisten einen hohen Qualitätsstandard im Rahmen des Kaltbiegeverfahrens.
Anwendungen für Kupferrohre
Nahtlose Rohre aus Kupfer mit einem Durchmesser von 6 bis 267 mm werden hinsichtlich der Anforderungen an die Zusammensetzung in der Norm DIN EN 1057 klassifiziert. Kupferrohre dieses Typs werden beispielsweise in Warmwassersystemen von Wohngebäuden oder industriellen Liegenschaften eingesetzt. Auch Heizungssysteme mit Fußboden- oder Deckenelementen basieren häufig auf Kupferrohren. Kühldecken bestehen in der Regel aus mäanderförmig aneinandergereihten Kupferrohren mit einem geringen Biegeradius.
Auch bei Solaranlagen, zur Verteilung gasförmiger Brennstoffe, in Druckluftanlagen oder in Löschwasserleitungen kommen Kupferrohre bevorzugt zum Einsatz. Wenn Rohre aus Kupfer im Rahmen einer Trinkwasserinstallation verwendet werden sollen, ist der pH-Wert des Wassers zu berücksichtigen.
Das Biegen von Kupferrohren
Beim Biegen von Kupferrohren sind vor allem die Regelwerke DIN EN 1057 sowie das DVGW-Arbeitsblatt GW 392 zu befolgen. Darin ist unter anderem festgelegt, wie groß der kleinste Biegeradius des Kupferrohrs in Abhängigkeit des Außendurchmessers sein muss. Wenn beispielsweise ein Kupferrohr mit einem Außendurchmesser von 12 mm gebogen wird, so muss der Radius der neutralen Achse mindestens 45 mm betragen. Wenn das Rohr zu scharfkantig gebogen wird, kann ein Knick entstehen, der die Funktion der Leitung beeinträchtigt. Besonders bei Kupferrohren mit einem Kunststoffmantel oder einer Wärmedämmung ist der Biegeradius zu berücksichtigen, da Beschädigungen am Rohr nur schwer festzustellen sind.
Kupferrohre sollten bevorzugt mit einem dafür vorgesehenen Biegewerkzeug bearbeitet werden. In dieses Werkzeug kann das Kupferrohr so eingelegt werden, dass der gewünschte Biegeradius hergestellt wird. Gemäß der gültigen Regelwerke dürfen Kupferrohre bis zu einem Außendurchmesser von 28 mm in kaltem Zustand gebogen werden. Grundsätzlich können weiche und halbharte Kupferrohre per Stoßbiegen geformt werden. Bei härteren Werkstoffen ist das Ziehbiegen zu bevorzugen.
Wenn Sie Fragen zum Biegen oder Verbinden von Kupferrohren haben, können Sie sich jederzeit an die erfahrenen und kompetenten Experten aus dem Hause Vogel wenden.
