Rohre aus Aluminium – leicht und gut verformbar
Das Metall Aluminium ist mit einer Dichte von 2,70 g/cm³ im Vergleich zu Stahl und Kupfer sehr leicht und kann entsprechend gut verformt werden. Aus diesen Eigenschaften resultieren zahlreiche Verwendungszwecke, bei denen Energie- und Kosteneinsparungen beim Transport von Bedeutung sind. Auch die Fertigung, Wartung, Montage sowie der Unterhalt gestalten sich bei Aluminium im Vergleich zu anderen Metallen sehr preisgünstig.
Sobald Aluminium mit Luft in Kontakt kommt, bildet es eine natürliche Schutzschicht gegen Oxidation. Dank dieser Schutzschicht ist der Werkstoff gegenüber atmosphärischer Korrosion sehr beständig. Rein- und Reinstaluminium wird daher gerne bei Anwendungen verwendet, bei denen Widerstandsfähigkeit gegen die Einflüsse verschiedener Medien gefragt ist. Dazu gehören neben der chemisch-pharmazeutischen Industrie sowie der Nahrung- und Genussmittelindustrie auch der Fahrzeugbau, das Bauwesen sowie Anlagen im Off-Shore-Bereich.
Das Verformen und Verbinden von Aluminiumrohren
Rohre aus Aluminium genügen hohen Ansprüchen an Gewicht, Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Wärmeleitung. Darüber hinaus lassen sich im Rahmen des Herstellungsprozesses sehr enge Toleranzen erreichen. In vielen Industrieanwendungen wie beispielsweise im Automobilbau sind Rohre aus Aluminium aus diesem Grund unverzichtbar. Aluminiumrohre basieren in vielen Fällen auf Legierungen, bei denen die Eigenschaften durch das Beimischen anderer Metalle modifiziert wurden.
Diese Legierungen sind in der DIN EN 573-3 definiert. Das Rohr vom Typ EN AW-Al99,5 eignet sich beispielsweise für allgemeine Einsatzzwecke und zeichnet sich durch chemische Beständigkeit sowie eine geringe Festigkeit aus.
In vielen Fällen können Rohre aus Aluminium im kalten Zustand verformt werden. Die Vogel-Gruppe hat sich auf Kaltbiegeverfahren spezialisiert und liefert schweißnahtlose und einbaufertige Leitungen mit Durchmessern zwischen 6 und 220 mm. Beim Biegen von Aluminiumrohren ist zu beachten, dass es in der verformten Zone zu einer Verfestigung des Werkstoffs kommt. An den entsprechenden Stellen des Rohres weist der Werkstoff eine höhere Festigkeit und Streckgrenze auf. Wie auch bei Rohren aus Stahl, Edelstahl und Kupfer ist der jeweils gültige minimale Biegeradius in jedem Fall zu beachten. Wird dieser nicht berücksichtigt, kann es zu starken Beeinträchtigungen mit fatalen Konsequenzen kommen. Auch die sogenannte elastische Rückfederung darf beim Kaltbiegen nicht außer Acht gelassen werden.
Wenn Aluminiumrohre in einem Radius gebogen werden sollen, der unterhalb der gültigen Minimalwerte liegt, so ist das Warmbiegen vorzuziehen. Bei Aluminium ist es ausreichend, den Werkstoff auf Temperaturen von 300 bis 400 °C zu erhitzen. Schon bei dieser Erwärmung kann der Werkstoff sehr viel besser als in kaltem Zustand verformt werden.
Wenn Sie auf der Suche nach einem kompetenten Partner rund um das Biegen und Verbinden von Rohren aus Aluminium oder einem anderen Werkstoff sind, dann steht Ihnen Vogel als kompetenter Partner rund um Rohr- und Verbindungstechnik mit Rat und Tat zur Seite. Das Unternehmen nutzt im Rahmen der automatisierten Kaltbiegetechnik modernste Verfahren mit geringer Materialbeanspruchung und hervorragenden Ergebnissen.
